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Veranstaltung zum Friedensprozess in Kolumbien

Der Potsdamer Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida hat am 4. Mai 2017 im Buchladen Sputnik in Potsdam eine Veranstaltung zum Friedensprozess zwischen der FARC-EP und der Regierung in Kolumbien durchgeführt. Im vollen Buchladen bekamen die Gäste einen chronologischen Überblick über den aktuellen Stand des Friedensabkommens und schauten zudem eine Kurzdokumentation, in welcher verschiedene Protagonisten der Guerillaorganisation zum Thema Frieden zu Wort kommen. Im Jahr 2012 begannen die Friedensgespräche zwischen der FARC-EP und der kolumbianische Regierung, die schließlich im vergangenen Jahr erfolgreich endeten. Aktuell findet die Umsetzung der Vereinbarungen statt, die jedoch an vielen Punkten nur schleppend voran kommt. Viele der Übergangszonen, wo die Guerillaorganisation auf das zivile Leben vorbereitet und sie entwaffnet wird, sind nur ungenügend ausgestattet. Zudem fehlt eine Anwendung des Amnestiegesetzes und gibt es keine adäquate Sicherheitspolitik, um soziale Bewegungen und Guerillaorganisation vor Angriffen paramilitärischer Gruppen zu schützen.

Darüber berichtete Christian Raschke, der Kolumbien durch verschiedene Arbeits- und Studienaufenthalte kennt und Mitglied bei Tierra Unida ist. In dem Land gibt es seit über 50 Jahren einen bewaffneten Konflikt zwischen verschiedenen Akteuren. Eine kritische Berichterstattung und das Herstellen einer Öffentlichkeit zum Thema Frieden sowie die politische Situation vor Ort, die gerade für soziale Bewegungen und Menschenrechtsverteidiger gefährlich ist, sind seit Jahren ein Bestandteil der Arbeit von Tierra Unida.

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