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Solidaritätskampagne für entführte Journalisten

Die Welt ist klein, so auch in diesem Fall.

Die Tochter von unserem tierra unida-Mitglied Dr. Galo Alvear Vitery aus Ecuador, der dort in Salitre mit unserer Unterstützung seit vielen Jahren ein Gesundheitsprojekt durchführt, ist mit den drei Personen befreundet, die im Norden Ecuadors an der Grenze zu Kolumbien entführt worden sind.

Der Kreis schließt sich, weil sich die entführten Journalisten bzw. Begleiter in den Händen von Dissidenten der ehemaligen FARC befinden, die sich dem Friedensprozess in Kolumbien entfernt haben. Wir als tierra unida haben in Kolumbien ein Friedensprojekt im Rahmen des Friedensprozesses mit ehemaligen Kämpfern und Kämpferinnen der FARC.

Die drei entführten Personen sind Javier Ortega (Journalist), Paúl Rivas (Fotograph) und Efraín Segarra (Fahrer). Sie alle wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer abtrünnigen Gruppe der ehemaligen FARC entführt, als sie eine Reportage zur politischen und sozialen Situation im Grenzgebiet zwischen Ecuador und Kolumbien machen wollten. Dort gibt es seit einigen Monaten eine gewaltvolle Zuspitzung und Kämpfe mit Sicherheitskräften um Territorien und Drogenhandel. Hierbei geht es auch um die Nichterfüllung des Friedensabkommens der kolumbianischen Regierung und daraus resultierenden mangelnden Perspektiven, weshalb sich einige Personen kriminellen Strukturen anschließen.

Da kritische und investigative journalistische Arbeit in vielen Teilen der Welt immer schwieriger durchzuführen ist, und weil wir als tierra unida aus oben genannten Umständen in beiden Ländern mit sozialen Projekten verbunden sind, unterstützen wir die weltweite Solidaritätskampagne „Nos faltan tres“ (Uns fehlen drei). Wir hoffen auf ihre baldige Freilassung und fordern weltweit eine Wertschätzung für journalistische Arbeit und damit verbundene Sicherheitsgarantien.

Nos faltan tres!

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