icononzo

Icononzo als positives Beispiel für den Frieden

In der zurückliegenden Zeit war die Wiedereingliederungszone von FARC-Kämpfer*innen und ihren Familien in Icononzo wiederholt in den Medien. Dies aber als positives Beispiel im immer noch sehr schleppend verlaufenden Friedensprozess mit seinen vielen negativen Berichten. Zur Erinnerung: hier in Icononzo hat „tierra unida“ den Aufbau eines Kindergartens unterstützt.

In der Wiedereingliederungszone Antonio Nariño, wie der Ort in der Gemeinde Icononzo heißt, leben Januar 2017 fast 300 Personen, die nach den Jahren des Kampfes ein ziviles Leben führen möchten. Hier sollen sie nach den Jahren der Illegalität wieder normal leben können und in produktiven Projekten tätig sein, um vor allem auch ökonomisch auf eigenen Beinen zu stehen. Im landwirtschaftlichen Bereich werden zum Beispiel Bananen, Erbsen, Bohnen und Sacha Inchi angebaut.

Es gibt drei Genossenschaften, einen Billardladen, ein kleines Hostel, ein Erinnerungsmuseum, den bereits erwähnten Kindergarten, eine Textilwerkstatt und eine Bierbrauerei. „La Roja“ (Das Rote) wird das Craft-Bier genannt, das sie dort produzieren. Die Idee kam von einem Iren und das Projekt wuchs schnell so stark, dass zu Beginn alle 15 Tage 25 Liter Bier und heute 150 Liter produziert werden.

Auf der anderen Seite gibt es „Tejiendo Paz“, eine Textilwerkstatt, die Hand in Hand mit Manifiesta arbeitet, einer nationalen Bekleidungsmarke, die die Arbeit der ehemaligen Kämpfer*innen sichtbar machen will. In der Werkstatt arbeiten drei Männer und zwei Frauen. Es gibt sie also, die positiven Nachrichten im Rahmen der Friedensumsetzung in Kolumbien. Hoffen wir auf viele weitere…

icononzo