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Zur Situation in Ecuador – von Dr. Galo Alvear Vitery

Ecuador lebt in einem Ausnahmezustand, einschließlich der Ausgangssperre und der militärischen Kontrolle von Guayaquil, um die Beschleunigung von Infektionen zu vermeiden. Es gibt Polizeipatrouillen, die das Maß der massiven Einschränkungen überwachen. Es gibt Bürger, die gegen die Isolierungsmaßnahmen verstoßen und die Polizei angreifen. Die Bürgermeisterin von Guayaquil, dem größten Hafen Ecuadors, hatte die Landebahn des Flughafens mit Autos aus der Stadt blockiert und die Landung eines internationalen Fluges für humanitäre Zwecke verhindert und später für mit der Epidemie infiziert erklärt. Eine Ministerin der Regierung, die die Augen vor diesem Verbrechen verschließt und Ecuador auf europäischer und globaler Ebene in Spott und Zensur versetzt. Der Finanzminister, der die Ressourcen für den Gesundheitsnotstand verwechselt und es vorzieht, die Auszahlung der Auslandsschulden fortzusetzen. Die Gesundheitsministerin, die ihre Position niederlegt und andere Beamte entlarvt. Ein abwesender Präsident, der den größten Notfall in der nationalen Geschichte an seinen Vizepräsidenten delegiert und den Vorsitz im Risikomanagement innehat.

Am 24. März zahlte Ecuador 325 Millionen US-Dollar entsprechend der Fälligkeit des Restbetrags der globalen Anleihen für 2020. Hinzu kommen Kapitalzahlungen in Höhe von 290,3 Millionen US-Dollar für die Fälligkeit von Schulden bei multilateralen Organisationen und internationalen Banken sowie Zinszahlungen in Höhe von 107 Mio. EUR entsprechend den globalen Anleihen von 2022 und 222,1 Mio. EUR für Zinsen auf die anderen Darlehen. All dies ergibt bis Ende März insgesamt 944,4 Millionen Dollar für Auslandsschulden.

Sofort sollten die Ressourcen des Staates fließen, um dem Notfall zu begegnen. Die Länder, die der COVID-19-Pandemie erfolgreich begegnet sind, haben eine Reihe kombinierter und wiederkehrender Maßnahmen umgesetzt. Diese Maßnahmen erfordern Ressourcen und haben für die Gesellschaft absolute Priorität. Es ist nicht hinnehmbar, dass die frühere Gesundheitsministerin unter ihren Rücktrittsgründen begründet, dass das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen („die kompetente Behörde“) bis zum 21. März „keine Mittelzuweisung für das Notfallmanagement erhalten hat“. Ein Unterstaatssekretär dieses Ministeriums bekräftigt, dass die Begleichung der Auslandsschulden Priorität hat.

Mit absoluter Arroganz wurde am 13. November 2019 berichtet, dass die Regierung von Lenín Moreno die zwischen den Ministerien für öffentliche Gesundheit von Ecuador und Kuba unterzeichneten Vereinbarungen „in Fragen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und technische Hilfe bei der epidemiologischen Überwachung“ und anderer Bereiche gekündigt habe. Es wird sicherlich eine Schande sein, die die Regierung daran hindert, Kubas Hilfe zur Bekämpfung der Epidemie anzufordern. Sehr geehrte Damen und Herren der Regierung, entschuldigen Sie sich, erkennen Sie an, dass Sie undankbar und arrogant waren und bitten Sie die kubanische Regierung um Hilfe. Sicherlich werden die Kubaner in der Lombardei, dem Gebiet mit den meisten Infektionen in Italien, nach Ecuador kommen, weil sie Solidarität voraussetzen.

Kreolische Neoliberale mit Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Vizepräsidenten Alberto Dahik an der Spitze schlagen vor, „die Gehälter und Löhne der öffentlichen Angestellten sofort um 20% zu senken“, Treibstoffsubventionen zu beseitigen und sie verpassen keine Gelegenheit Maßnahmen vorzuschlagen, die den Abfluss von Fremdwährungen unter Bedingungen extremer Anfälligkeit für inländische Liquidität fördern, wie die Beseitigung der ISD (Devisensteuer), die Senkung der Körperschaftsteuer und die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Das ist ein Doppelschlag für das ecuadorianische Volk, das des Coronavirus und das der Neoliberalen.

In Salitre haben wir bereits 4 Verstorbene und es ist nicht möglich zu wissen, wie viele infiziert sind. Es gibt keine Führung. Der Bürgermeister wird weder gesehen noch gehört. Er erscheint nicht. Vor 24 Stunden starb der Vizebürgermeister, der bei einem COE-Treffen, an dem mehrere Behörden teilnahmen, infiziert worden sein soll. Alle sind schwerwiegend betroffen, zwei Tote und diejenigen, die in Quarantäne infiziert sind.

28. MÄRZ: In Guayaquil wird auf einem Stadtfriedhof ein Massengrab eröffnet, um diejenigen zu begraben, die aufgrund der hohen Sterblichkeit, die die Stadt angesichts der Pandemie registriert und die am Coronavirus gestorben sind. Der städtische Direktor für kantonale Sauberkeit und Markt, Gustavo Zúñiga, erklärte, wenn das Grab geschlossen wird, werde er versuchen, ein Mausoleum zu Ehren der Opfer des Virus zu bauen. Bisher hat Ecuador insgesamt 1.627 positive Fälle und 41 Todesfälle registriert, von denen die meisten in der Provinz Guayas sind, von der Guayaquil die Hauptstadt ist. Guayas hat mit 1.202 Fällen die größte Anzahl der vom Ausbruch Infizierten. Auch Salitre liegt hier.

galo ecuador

Absage Mitgliederversammlung

Aufgrund der aktuellen Krisenlage möchten wir unsere Mitgliederversammlung für diese Woche absagen.
Aus organisatorischen Gründen und auch aufgrund des Charakters eines persönlichen Plenums haben wir uns auch gegen die Ausrichtung einer digitalen Mitgliederversammlung entschieden.
Sobald es möglich ist, werden wir euch eine erneute Einladung zusenden.

Mitgliederversammlung von tierra unida

Liebe Mitglieder von tierra unida,

der Vorstand von tierra unida e.V. lädt euch herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein:

Mitgliederversammlung tierra unida e.V.

am 26. März 2020 um 19:00 Uhr

im Café Kellermann in Babelsberg (Rudolf-Breitscheid-Straße 32, 14482 Potsdam)

Neben der Vorstellung des Finanzberichts und des Jahresberichts sowie der Entlastung des Vorstandes möchten wir über unsere aktuellen Projekte in Kolumbien und Ecuador sprechen und neue Projektideen für das kommende Jahr 2020/2021 besprechen. Außerdem planen wir noch mehrere spannende Veranstaltungen, zu denen wir gerne berichten.

Bitte gebt uns aber eine kurze Rückmeldung bis zum 23.03.2020, ob ihr zur Mitgliederversammlung kommt.

> ABGESAGT! < Buchvorstellung: „Die Aktivistin“ und anschließendes Gespräch

> ABGESAGT! <

VOERST SAGEN WIR AUFGRUND DER DERZEITIGEN ENTWICKLUNGEN DIE VERANSTALTUNG AB

Der Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida präsentiert mit dem Buchladen Sputnik zusammen:

Donnerstag, 19. März 2020 um 19 Uhr im Buchladen Sputnik (Charlottenstr. 28)

Vertreibung, Korruption und Intrigen in Honduras

Die politische Aktivistin Yessica López, die sich für die Rechte der indigenen Garífuna einsetzt, ist verschwunden und niemand in ihrem Heimatort Triunfo in Honduras will darüber reden. Der deutsche Entwicklungshelfer Ulrich, der seiner ehemaligen Geliebten einen Überraschungsbesuch abstatten wollte, kann kaum glauben, wie sehr sich die Region verändert hat. Die honduranische Regierung hat das Gebiet zu einer Sonderentwicklungszone erklärt. Verwaltet wird diese von einem internationalen Expertenkomitee, das die Einheimischen zum Verkauf ihrer Grundstücke zwingt. Die Interessen des Komitees sind undurchsichtig, seine Macht absolut.

Der Roman spielt vor dem Hintergrund der realen politischen Verhältnisse in Honduras, wozu die Vertreibung indigener Gemeinden, die Einrichtung von Sonderentwicklungszonen, Korruption in fast allen öffentlichen Institutionen sowie enge Verflechtungen zwischen Poltiker*innen und Drogenhändler*innen zählen.

Jutta Blume ist freie Journalistin und Autorin in Berlin und aktiv in der HondurasDelegation und im Menschenrechtskollektiv CADEHO. Sie hat mehrfach an politischen Delegationsreisen nach Honduras teilgenommen.

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Spendenaktion für Galo´s Auto

Anfang Februar erhielten wir von unserem Arzt Dr. Galo Alvear Vitery aus Salitre/Ecuador die Nachricht, dass Ende Januar versucht worden ist, sein Auto zu stehlen. Zwar misslang der Versuch des Diebstahls, doch das Auto wurde stark zerstört und ausgeplündert. Er schätzt den Schaden auf 2500 Dollar. Eine Anzeige bei der Polizei wurde von ihm ebenfalls gestellt. Wir haben Dr. Galo zwar mit einer kleinen Soforthilfe unterstützt, doch natürlich reicht die Summe bei Weitem nicht aus. Da das Auto für seine bzw. unsere Arbeit im Rahmen des Gesundheitsprojektes unerlässlich ist, immerhin ist er als Arzt damit in den vielen Schulen des ländlichen Raumes unterwegs, wollen wir ihn natürlich so gut wie möglich helfen.

Wer sind die Todesopfer des Streiks in Ecuador?

Unter diesem Artikelnamen gibt es eine interessante Reportage auf poonal zu Ecuador, wo wir seit 20 Jahren ein Gesundheitsprojekt durchführen. Doch wir wollen damit auch auf die alternativen Medien und ihre Berichterstattung zu Lateinamerika aufmerksam machen. Poonal ist ein Pressedienst, der aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Nachrichtenpool Lateinamerika poonal betreibt mit onda auch ein Radio mit Reportagen, Magazinsendungen und Features. Und wo wir schon beim Thema alternative, kritische und unabhängige Medien sind: Die Lateinamerika Nachrichten suchen Geld für eine neue Webseite, noch sind ein paar Tage Zeit, um Geld zu spenden…

Elf Geschichten. Elf Namen, von denen kaum geredet wurde, seit der landesweite Streik in Ecuador zu Ende gegangen ist. Dieser Streik brachte im Oktober 2019 elf Tage lang nicht nur tausende Menschen auf die Straßen, er war auch Auftakt vielfältiger Massenproteste in anderen Ländern Lateinamerikas. Sie demonstrierten gegen die Politik der Weltbank und gegen die Ungleichheit, die durch den Neoliberalismus in Lateinamerika verstärkt wurde. Der landesweite Streik in Ecuador dauerte elf Tage. Bereits am ersten Tag verhängte Präsident Lenín Moreno den Ausnahmezustand und ermöglichte so den Einsatz der Armee zur Kontrolle der Proteste. Elf Menschen starben während des Streiks oder wurden umgebracht. Die Reportage beleuchtet, wer diese elf Menschen waren.

Zum Artikel auf poonal

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Einkäufe für den Kindergarten in Agua Bonita aus Spendengeldern

Betsy Ruiz, verantwortliche Person in der Wiedereingliederungszone Héctor Ramírez, im Dorf Agua Bonita/Caquetá, sendete uns einen kleinen Bericht, Rechnungen und Fotos der Einkäufe für den Kindergarten aus unseren generierten Spendengeldern. So wurden für den Kindergarten diverse Haushalts- und Küchengeräte angeschafft, Lautsprecherboxen und Spielzeug. Ein Ventilator soll noch folgen. Im Kindergarten, das renovierte Gebäude existiert schon, soll derzeit eine Küchenzeile zur Versorgung entstehen.

Weihnachtsessen mit Tierra Unida

Am Donnerstag, den 19.12.2019, wollen wir am Abend als Tierra Unida Essen gehen, gemütlich beisammensitzen und über lateinamerikanische Themen sprechen. Wer an unserem Weihnachtsessen teilnehmen will, der ist selbstverständlich herzlich eingeladen. Da wir nicht im Buchladen Sputnik, dem Ort unserer regelmäßigen Treffen, sein werden, bitten wir bei Interesse an unserem Weihnachtsessen um eine Nachricht an folgende E-Mail-Adresse: info@tierra-unida.de

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Gesprächsrunde zu den aktuellen Ereignissen in Kolumbien

Am Mittwochabend fand im Buchladen Sputnik eine Gesprächsrunde auf Spanisch zu den aktuellen Ereignissen in Kolumbien mit Prof. Dr. José Jairo González Arias statt. Er arbeitet unter anderem für die Organisationen HUIPAZ und CERSUR im Süden Kolumbiens im Bereich der Friedenskonsolidierung, Menschenrechtsarbeit, Demokratiebildung und führt diverse regionale Studienforschungen durch. Besonders wurden der fragile Friedensprozess und die mangelnde Umsetzung des Friedensabkommens sowie die derzeitige Protestbewegung diskutiert.