Alle Beiträge von Christian

Mitgliederversammlung von tierra unida

Liebe Mitglieder von tierra unida,

der Vorstand von tierra unida e.V. lädt euch herzlich zur diesjährigen Mitgliederversammlung ein:

Mitgliederversammlung tierra unida e.V.

am 26. März 2020 um 19:00 Uhr

im Café Kellermann in Babelsberg (Rudolf-Breitscheid-Straße 32, 14482 Potsdam)

Neben der Vorstellung des Finanzberichts und des Jahresberichts sowie der Entlastung des Vorstandes möchten wir über unsere aktuellen Projekte in Kolumbien und Ecuador sprechen und neue Projektideen für das kommende Jahr 2020/2021 besprechen. Außerdem planen wir noch mehrere spannende Veranstaltungen, zu denen wir gerne berichten.

Bitte gebt uns aber eine kurze Rückmeldung bis zum 23.03.2020, ob ihr zur Mitgliederversammlung kommt.

> ABGESAGT! < Buchvorstellung: „Die Aktivistin“ und anschließendes Gespräch

> ABGESAGT! <

VOERST SAGEN WIR AUFGRUND DER DERZEITIGEN ENTWICKLUNGEN DIE VERANSTALTUNG AB

Der Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida präsentiert mit dem Buchladen Sputnik zusammen:

Donnerstag, 19. März 2020 um 19 Uhr im Buchladen Sputnik (Charlottenstr. 28)

Vertreibung, Korruption und Intrigen in Honduras

Die politische Aktivistin Yessica López, die sich für die Rechte der indigenen Garífuna einsetzt, ist verschwunden und niemand in ihrem Heimatort Triunfo in Honduras will darüber reden. Der deutsche Entwicklungshelfer Ulrich, der seiner ehemaligen Geliebten einen Überraschungsbesuch abstatten wollte, kann kaum glauben, wie sehr sich die Region verändert hat. Die honduranische Regierung hat das Gebiet zu einer Sonderentwicklungszone erklärt. Verwaltet wird diese von einem internationalen Expertenkomitee, das die Einheimischen zum Verkauf ihrer Grundstücke zwingt. Die Interessen des Komitees sind undurchsichtig, seine Macht absolut.

Der Roman spielt vor dem Hintergrund der realen politischen Verhältnisse in Honduras, wozu die Vertreibung indigener Gemeinden, die Einrichtung von Sonderentwicklungszonen, Korruption in fast allen öffentlichen Institutionen sowie enge Verflechtungen zwischen Poltiker*innen und Drogenhändler*innen zählen.

Jutta Blume ist freie Journalistin und Autorin in Berlin und aktiv in der HondurasDelegation und im Menschenrechtskollektiv CADEHO. Sie hat mehrfach an politischen Delegationsreisen nach Honduras teilgenommen.

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Spendenaktion für Galo´s Auto

Anfang Februar erhielten wir von unserem Arzt Dr. Galo Alvear Vitery aus Salitre/Ecuador die Nachricht, dass Ende Januar versucht worden ist, sein Auto zu stehlen. Zwar misslang der Versuch des Diebstahls, doch das Auto wurde stark zerstört und ausgeplündert. Er schätzt den Schaden auf 2500 Dollar. Eine Anzeige bei der Polizei wurde von ihm ebenfalls gestellt. Wir haben Dr. Galo zwar mit einer kleinen Soforthilfe unterstützt, doch natürlich reicht die Summe bei Weitem nicht aus. Da das Auto für seine bzw. unsere Arbeit im Rahmen des Gesundheitsprojektes unerlässlich ist, immerhin ist er als Arzt damit in den vielen Schulen des ländlichen Raumes unterwegs, wollen wir ihn natürlich so gut wie möglich helfen.

Wer sind die Todesopfer des Streiks in Ecuador?

Unter diesem Artikelnamen gibt es eine interessante Reportage auf poonal zu Ecuador, wo wir seit 20 Jahren ein Gesundheitsprojekt durchführen. Doch wir wollen damit auch auf die alternativen Medien und ihre Berichterstattung zu Lateinamerika aufmerksam machen. Poonal ist ein Pressedienst, der aktuelle Meldungen und Hintergrundberichte aus Lateinamerika in deutscher Sprache veröffentlicht. Der Nachrichtenpool Lateinamerika poonal betreibt mit onda auch ein Radio mit Reportagen, Magazinsendungen und Features. Und wo wir schon beim Thema alternative, kritische und unabhängige Medien sind: Die Lateinamerika Nachrichten suchen Geld für eine neue Webseite, noch sind ein paar Tage Zeit, um Geld zu spenden…

Elf Geschichten. Elf Namen, von denen kaum geredet wurde, seit der landesweite Streik in Ecuador zu Ende gegangen ist. Dieser Streik brachte im Oktober 2019 elf Tage lang nicht nur tausende Menschen auf die Straßen, er war auch Auftakt vielfältiger Massenproteste in anderen Ländern Lateinamerikas. Sie demonstrierten gegen die Politik der Weltbank und gegen die Ungleichheit, die durch den Neoliberalismus in Lateinamerika verstärkt wurde. Der landesweite Streik in Ecuador dauerte elf Tage. Bereits am ersten Tag verhängte Präsident Lenín Moreno den Ausnahmezustand und ermöglichte so den Einsatz der Armee zur Kontrolle der Proteste. Elf Menschen starben während des Streiks oder wurden umgebracht. Die Reportage beleuchtet, wer diese elf Menschen waren.

Zum Artikel auf poonal

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Einkäufe für den Kindergarten in Agua Bonita aus Spendengeldern

Betsy Ruiz, verantwortliche Person in der Wiedereingliederungszone Héctor Ramírez, im Dorf Agua Bonita/Caquetá, sendete uns einen kleinen Bericht, Rechnungen und Fotos der Einkäufe für den Kindergarten aus unseren generierten Spendengeldern. So wurden für den Kindergarten diverse Haushalts- und Küchengeräte angeschafft, Lautsprecherboxen und Spielzeug. Ein Ventilator soll noch folgen. Im Kindergarten, das renovierte Gebäude existiert schon, soll derzeit eine Küchenzeile zur Versorgung entstehen.

Weihnachtsessen mit Tierra Unida

Am Donnerstag, den 19.12.2019, wollen wir am Abend als Tierra Unida Essen gehen, gemütlich beisammensitzen und über lateinamerikanische Themen sprechen. Wer an unserem Weihnachtsessen teilnehmen will, der ist selbstverständlich herzlich eingeladen. Da wir nicht im Buchladen Sputnik, dem Ort unserer regelmäßigen Treffen, sein werden, bitten wir bei Interesse an unserem Weihnachtsessen um eine Nachricht an folgende E-Mail-Adresse: info@tierra-unida.de

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Gesprächsrunde zu den aktuellen Ereignissen in Kolumbien

Am Mittwochabend fand im Buchladen Sputnik eine Gesprächsrunde auf Spanisch zu den aktuellen Ereignissen in Kolumbien mit Prof. Dr. José Jairo González Arias statt. Er arbeitet unter anderem für die Organisationen HUIPAZ und CERSUR im Süden Kolumbiens im Bereich der Friedenskonsolidierung, Menschenrechtsarbeit, Demokratiebildung und führt diverse regionale Studienforschungen durch. Besonders wurden der fragile Friedensprozess und die mangelnde Umsetzung des Friedensabkommens sowie die derzeitige Protestbewegung diskutiert.

Tierra Unida zu Gast bei Radio Potsdam

Am Montagabend, den 18.11., war Tierra Unida zu Gast bei der Vereinssendung „Helden wie Ihr“ im lokalen Radiosender Radio Potsdam. Thematisch ging es neben der Vereinsarbeit vor allem um die Projekte in Ecuador und Kolumbien. Ab Mittwoch ist das Gespräch zwischen dem Radiomoderator Manuel Prothmann sowie den Tierra Unida-Vereinsmitgliedern Berenike Raßmann und Christian Raschke im Podcast von Radio Potsdam zu hören.

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Spannungen in der Provinz Caquetá

In der südkolumbianischen Provinz Caquetá, wo Tierra Unida ein Friedensprojekt zum Aufbau eines Kindergartens unterstützt ist die Sicherheitslage prekär. In den Fokus ist die Region geraten, weil nun bekannt wurde, dass bei einem Bombenangriff der Armee Ende August 2019 auf ein Camp einer abtrünnigen FARC-Gruppe auch bis zu 18 Minderjährige getötet wurden, die von der Guerilla rekrutiert worden sind. Wegen dieses Skandals, der vertuscht werden sollte, musste der Verteidigungsminister sein Amt aufgeben.

Nach Angaben der Stiftung Frieden & Versöhnung (Pares) ist die Sicherheitslage in der Provinz sehr angespannt. So sind seit dem Friedensabkommen mit der FARC 11 soziale Aktivisten in dieser Region ermordet worden, sieben von ihnen bereits in diesem Jahr. Zudem sind wurden im gleichen Zeitraum 10 ehemalige Kämpfer der FARC getötet, die sich im Prozess der Wiedereingliederung befunden haben. Auch gibt es wieder verstärkt Kämpfe zwischen bewaffneten Akteuren und Vertreibungen der lokalen Bevölkerung. Auch Zwangsrekrutierungen von Minderjährigen werden wieder mehr.

Dies verdeutlicht, wie schwierig die Situation in Kolumbien, beziehungsweise in einigen Regionen ist. Umso wichtiger ist es, Projekte zur Wiedereingliederung ehemaliger Kämpferinnen und Kämpfer sowie generell Investitionen in sozioökonomische Projekte zu tätigen. Bewaffnete Akteure haben oftmals nur dort eine Chance, wo keine staatlichen Strukturen ausgeprägt und die Lebensbedingungen prekär sind. Der Aufbau einer sozialen Infrastruktur hingegen, wie zum Beispiel in unserem Fall ein Kindergarten in Agua Bonita (Gemeinde La Montañita), sind Investitionen in die Zukunft einer Region.

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