

Das Leben der Menschen in der Region um die Stadt Salitre im
ecuadorianischen Tiefland ist durch die Lage am Rio Salitre geprägt.
In den weiten ländlichen Gebieten findet die Wasserver- und entsorgung direkt über diesen Fluß statt, da es keine flächendeckende Trinkwasserversorgung und Kanalisation gibt.
So wird das Wasser des Flusses zur Nahrungszubereitung und als Getränk
genutzt.
Die Möglichkeit der manuellen Chlorzugabe besteht zwar, ist aber
weitgehend unbekannt und wird daher kaum genutzt.
Aber auch durch das Abkochen des Wassers vor seiner Verwendung, eine relativ einfache Möglichkeit einige der Keime abzutöten, wird von den
wenigsten Bewohnern dieses Gebietes praktiziert.
Die Folgen sind Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes aufgrund von
Parasitenbefall.
Unterstützt wird diese ständige Beeinträchtigung des Verdauungstraktes
durch einseitige Ernährung, welche fast ausschließlich aus Reis und Fisch
besteht.
Diese beiden Zutaten können auf den eigenen Feldern und aus dem Fluß bezogen
werden. Da diese Kombination sehr sättigend ist, wird kein Bedarf an Obst
und Gemüse gesehen. So fungieren sie lediglich als optische Beilage wenn
Besuch erwartet wird.
Die Kombination des unreinen Wassers mit der Mangelversorgung an Vitaminen zeigt
sich besonders bei den Kindern der Region.
Sie können überdurchschnittlich häufig die Schule nicht besuchen, aufgrund
regelmäßiger Durchfallerkrankungen.
Um diese Situation zu verbessern, ermöglicht das Projekt
"Gesundheitsversorgung der ländlichen Gemeinden um Salitre"
Reihenuntersuchungen bei den Kindern.
Seit 1997 besucht der Arzt Dr. Galo Alvear jeden Freitag eine
unserer Partnergemeinden und behandelt die Kinder. Dazu gehört eine Basis-
untersuchung, die Ausgabe benötigter Vitamine, soweit nötig die
Überweisung und wenn
möglich die Organisation des Transportes in eine Klinik.
Lange Zeit wurde Dr. Alvear von einem Zahnarzt unterstützt, der jetzt
leider nicht mehr mit unterwegs sein kann. Aber es ist geplant diese Lücke
so bald wie möglich wieder zu schliessen.
Im Jahr werden so über 2000 Kinder behandelt,
die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben.
Darüber hinaus wird versucht, den Menschen die Ursachen ihrer
Erkrankungen zu erklären und dadurch Veränderungen in ihrem
Verhalten und eine langfristige Verbesserung ihrer
Lebensbedingungen herzustellen.
Der Entstehung und Entwicklung dieses Projektes ist ein großer Absatz in unserer Vereinsgeschichte gewidmet.
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