Ausschnitt vom Titelblatt der Wochenendausgabe

Wie macht man Frieden?

In einer Reportage berichtet Sebastian Erb, Journalist bei der TAZ, über den Friedensprozess in Kolumbien. Dazu besuchte er auch Icononzo mit der Wiedereingliederungszone Antonio Nariño und traf sich auf Vermittlung von uns mit Valentina, der Bildungskoordinatorin und verantwortlichen Person für den Kindergarten, den „tierra unida“ unterstützt. Dieser wurde auch in seiner Reportage erwähnt:

„In der Guerilla waren Kinder ein Störfaktor, die Kämpferinnen wurden gezwungen abzutreiben oder mussten ihr Neugeborenes weggeben. Der Friedensschluss brachte ein Babyboom. In Antonio Nariño leben inzwischen 14 Kinder, 19 weitere sind unterwegs. Deshalb soll bald ein Kindergarten eröffnen. Das Haus steht schon, es fehlen noch Möbel und Spielsachen.“

In seiner Reportage zeichnet er ein Bild, in dem die Umsetzung des Friedensabkommens von großen Schwierigkeiten gekennzeichnet ist. „Die Regierung erfüllte ihre Zusagen nicht oder nur zögerlich“, so Sebastian Erb. Umso wichtiger sind also Initiativen wie die unsere, um ehemaligen Kämpferinnen und Kämpfern, und besonders den Kindern, Unterstützung für ein friedliches Leben anzubieten. So macht man Frieden…

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