Bericht von Dr. Galo zur derzeitigen Situation in Ecuador

Salitre, ein Kanton 40 km von der größten Stadt des Landes entfernt (Guayaquil) mit etwa 70.000 Einwohnern, konnte sich der Pandemie und den schlechten Entscheidungen seiner Politiker nicht entziehen. Neben einer hohen Sterblichkeit, zu der auch das Gesundheitspersonal gehört, treten täglich neue Fälle des Coronavirus auf.

Die schlechten Regierungsentscheidungen haben diese Situation auch beeinflusst. Am 7. Februar gab es Wahlen im ganzen Land. Die Regierung ordnete an, dass die Wähler die Wahllokale (normalerweise sind das die Schulen) nicht betreten sollten, um Menschenansammlungen zu vermeiden. Diese schlechte Koordinierung führte dazu, dass sich riesige Linien von Menschen von mehreren hundert Metern bildeten, die ohne Sicherheitsabstand untereinander hintereinander gruppiert waren.

Darüber hinaus wurde am 13., 14., 15. und 16. dieses Monats, entsprechend den dortigen Karnevalsfeiertagen, die freie Mobilität der Menschen angekündigt, was zu neuen Menschenmengen führte, die feierten, tanzten und tranken.

Die Gesundheitsbehörden haben eine drastische Erhöhung der Belegung der Betten in den Intensivstationen, auch wegen COVID, bestätigt. Viele Menschen müssen ihre Kranken mit den damit verbundenen Risiken zu Hause behalten, aber zum Mangel und der Knappheit an Medikamenten kommt zudem Sauerstoffmangel für die Beatmung hinzu. Es ist sehr schwierig, Sauerstoffflaschen zu bekommen und sie sind sehr schwer. Sie müssen alle 48 Stunden gefüllt werden und für diese Befüllung gibt es wiederum lange Schlangen. Der Kauf eines Zylinders ist sehr teuer. Die Miete kostet 10 Tage lang etwa 120 US-Dollar und das Befüllen 75 US-Dollar.

Eine Option ist die Anschaffung von Sauerstoffgeneratoren. Diese elektrischen Geräte können 24 Stunden ununterbrochen betrieben werden und Ströme zwischen 1 und 7 Litern erzeugen. Dies ist ausreichend für einen Patienten, der dies so lange wie nötig verwenden kann. Da keine zusätzlichen Kosten anfallen, senken sie die Preise und sparen auf lange Sicht Zeit und Geld. Die Nasenkanülen sind Einwegartikel und die Desinfektion der Geräte birgt keine Risiken oder Schwierigkeiten.

Im Moment warten wir noch auf die Impfstoffe gegen COVID, aber wir befinden uns auch in einer Krise in Bezug auf Impfstoffe für Kinder (Diphterie, Tetanus, Hepatitis, usw.) da unser ineffizienter Gesundheitsdienst ihn nicht in seinen Lagern hat und Tausende von Kindern ihre Dosen nicht erhalten haben.

 

Weltläden und Fairer Handel

Einige Weltläden haben in der Pandemie-Zeit geöffnet, einige sind jedoch geschlossen. Es gilt, beim lokalen Laden vorbei zu schauen und am besten dort zu erörtern, ob der Laden zumindest zeitweise geöffnet hat. In Potsdam gibt es zwei Weltläden, der „Solidario“ Eine-Welt-Laden der Kirchengemeinde Babelsberg und in der Innenstadt der Aktionsladen Eine Welt.

Wer mehr über die Weltläden erfahren will, der geht am besten einfach vorbei oder – wenn sie geschlossen sein sollten so wie aktuell – schaut auf die beiden Webseiten. Es gibt zum einen die Seite des Dachverbandes der Weltläden sowie die Seite der Brandenburger Weltläden.

Wir unterstützen die Weltläden und den Fairen Handel, den es seit mehr als 50 Jahren gibt. Sie zeigen, dass die Wirtschaft dem Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Doch der Faire Handel und Solidarität brauchen neben den Weltläden vor allem ein Umdenken in der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik sowie im Konsum und eigenen Bewusstsein.

Jetzt, mitten in der Pandemie, ist genügend Zeit, sich einmal mehr mit den Themen Weltläden und Fairer Handel auseinanderzusetzen. Neben den beiden Webseiten, die viele Informationen bieten, gibt es auch Podcasts zu oben genannten Themen.

Link zum Podcast

weltladen podcast

Einsätze von Dr. Galo in Ecuador auf dem Land

Dr. Galo Alvear Vitery hat einige Einsätze auf dem Land hinter sich. Im Rahmen des Gesundheitsprojektes besuchte er die ländlich geprägte Region von Salitre und verteilte neben medizinischen Bedarf (Mund-Nasen-Schutz, Anti-Parasiten-Medikamente) auch Süßigkeiten, die von der Armee (Luftwaffe) gesponsert wurden. Damit soll den Kindern eine kleine Aufmerksamkeit in den schwierigen Zeiten der Pandemie gegeben werden. Weitere Einsätze sollen folgen.

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Gemeinsame Erklärung von verschiedenen Organisationen und der EZLN

Tierra Unida unterstützt die Gemeinsame Erklärung der EZLN und verschiedener weltweiter Organisationen und veröffentlicht diese untenstehend:

Erster Teil: EINE ERKLÄRUNG …

FÜR DAS LEBEN.

Erster Januar 2021.

AN DIE PUEBLOS, DIE VÖLKER DER WELT.
AN DIE MENSCHEN, DIE IN DEN FÜNF KONTINENTEN KÄMPFEN.

 GESCHWISTER UND COMPAÑER@S,

Während dieser letzten Monate haben wir mit unterschiedlichen Mitteln den Kontakt zueinander hergestellt. Wir sind Frauen, Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transvestiten, Transsexuelle, Intersexuelle, Queers und mehr, Männer, Gruppen, Kollektive, Vereinigungen, Organisationen, soziale Bewegungen, Pueblos originarios/ursprüngliche Völker, Stadtteil-Zusammenschlüsse, Gemeinden und ein langes Etcetera, das uns Identität gibt.

Uns unterscheiden und uns entfernen von einander: Erden, Himmel, Berge, Täler, Steppen, Dschungel, Wüsten, Ozeane, Seen, Flüsse, Bäche, Lagunen, Ethnien, Kulturen, Sprachen, Geschichten, Alter, Geographien, sexuelle Identitäten und Nicht-Identitäten, Wurzeln, Grenzen, Organisierungsformen, soziale Klassen, Kaufkraft, gesellschaftliche Stellung, Ruhm, Popularität, followers, likes, Währungen, Schulbildung, Art und Weisen zu sein, Arbeiten, Stärken, Schwächen, die Pro, Contra, Aber, Trotzdem – Rivalitäten, Feindschaften, Konzeptionen, Argumentationen, Gegenargumentationen, Debatten, Streitigkeiten, Anzeigen, Beschuldigungen, Verachtungen, Phobien, Vorlieben, Lobpreisungen, Ablehnungen, Pfeifkonzerte, Applaudieren, Gottheiten, Dämonen, Dogmen, Ketzereien, Gefallen, Missfallen, Modi – und ein langes Etcetera, das uns unterschiedlich macht und – nicht selten – gegensätzlich.

Uns vereinen nur sehr wenige Dinge:

Dass wir uns die Schmerzen der Erde zu eigen machen: die Gewalt gegen Frauen; die Verfolgung und Verachtung der in ihrer affektiven, emotionalen, sexuellen Identität Differenten; die Vernichtung der Kindheit; der Genozid an den Originarios, den indigenen Pueblos; der Rassismus; der Militarismus; die Ausbeutung; die Zerstörung der Natur.

Die Verständigung: Der Verantwortliche für diese Schmerzen ist ein System. Den Henker stellt ein ausbeuterisches, patriarchales, pyramidenförmiges, rassistisches, räuberisches und kriminelles System dar: der Kapitalismus.

Das Wissen: Es ist nicht möglich, dieses System zu reformieren, zu erziehen, abzumildern, zurechtzufeilen, zu zähmen, zu humanisieren.

Die Verpflichtung: Zu kämpfen, überall und jederzeit – jede/r auf ihrem/seinem Gebiet – gegen dieses System – bis es vollständig zerstört ist. Das Überleben der Menschheit hängt von der Zerstörung des Kapitalismus ab. Wir ergeben uns nicht, wir verkaufen uns nicht – und wir geben nicht nach.

Die Gewissheit: Der Kampf für die Menschheit ist weltweit. So wie die laufende Zerstörung keinerlei Grenzen, Nationalitäten, Fahnen, Sprachen, Kulturen, Ethnien anerkennt, so ist der Kampf für die Menschheit überall und jederzeit.

Die Überzeugung: Es sind viele Welten, die auf der Welt leben und kämpfen. Und  jeder Anspruch auf Homogenität und Hegemonie verstößt gegen die Essenz der menschlichen Wesen: ihre Freiheit. Die Gleichheit der Menschheit liegt in der Respektierung der Differenz. In ihrer Diversität liegt ihre Ähnlichkeit.

Die Erkenntnis: Nicht der Anspruch unseren Blick, unsere Schritte, unsere Begleitungen, Wege und Ziele aufzuzwingen, erlaubt es uns voranzuschreiten, sondern das Hören und Sehen des Anderen, welches – verschieden und unterschiedlich – dieselbe Bestimmung zu Freiheit und Gerechtigkeit hat.

Aufgrund dieser Übereinstimmungen – und ohne unsere Überzeugungen aufzugeben oder zu lassen, was wir sind – haben wir vereinbart:

Erstens.- Treffen, Gespräche, Austausch von Ideen, Erfahrungen, Analysen und Einschätzungen durchzuführen – zwischen uns, die wir – von verschiedenen Konzeptionen und unterschiedlichen Terrains aus – für das Leben kämpfen. Danach wird jede/r ihren/seinen Weg fortsetzen oder nicht. Das Andere zu sehen und zu hören, wird uns vielleicht helfen auf unserem Weg – oder auch nicht. Das Andere zu kennen, ist jedoch auch Teil unseres Kampfes und Unterfangens – unserer Menschlichkeit.

Zweitens.- Diese Treffen und Aktivitäten finden auf den fünf Kontinenten statt. Auf dem europäischen Kontinent werden sie in den Monaten Juli, August, September und Oktober 2021 umgesetzt – mit der direkten Beteiligung einer mexikanischen Delegation – bestehend aus Congreso Nacional Indígena-Indigener Regierungsrat (CNI-CIG), der Frente de Pueblos en Defensa del Agua y de la Tierra de Morelos, Puebla y Tlaxcala [Zusammenschluss der Pueblos in Verteidigung von Wasser und Land in Morelos, Puebla und Tlaxcala] und der EZLN. Und zu späteren noch festzulegenden Zeitpunkten: die Realisierung von Treffen und Aktivitäten in Asien, Afrika, Ozeanien und Amerika – nach unseren Möglichkeiten – zu unterstützen.

Drittens.- Diejenigen einzuladen – die die gleichen Sorgen und ähnlichen Kämpfe teilen; alle ehrlichen Menschen und alle von Unten, die in den vielen Ecken der Welt rebellieren und widerstehen – sich anzuschließen, beizutragen, zu unterstützen und an diesen Treffen und Aktivitäten teilzunehmen; und diese Erklärung FÜR DAS LEBEN zu unterschreiben und zu ihrer eigenen zu machen.

Von einer der Brücken der Würde aus
– die die fünf Kontinente verbinden.

Nosotr@s – Wir.

Planet Erde.

1 Januar 2021.

Weblink: Enlace Zapatista

ezln

Feliz Navidad – Fröhliche Weihnachten

Trotz der schwierigen Zeit, inmitten einer Pandemie, senden wir allen Mitgliedern und Freunden von tierra unida fröhliche Weihnachtsgrüße! Wir hoffen, im nächsten Jahr etwas präsenter sein zu können. Unter anderem unternehmen wir einen Versuch, unser tierra unida-Mitglied Dr. Galo Alvear Vitery für einen Besuch aus Ecuador nach Deutschland zu holen. Und natürlich wollen wir auch wieder gerne Veranstaltungen durchführen, sobald die Situation es zulässt.

Die Weihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit und eine Zeit der Solidarität und Unterstützung. Wir rufen dazu auf, vor allem lokale Initiativen zu unterstützen und verweisen beispielsweise auf die Weltläden in Potsdam, auf lokale Gruppen wie Seebrücke im Kontext der Migrationsbewegung bzw. Organisationen mit Projekten im globalen Süden oder die zahlreichen sozialen und kulturellen Initiativen in der Stadt, die es aufgrund von Corona schwer haben.

Bleibt gesund und solidarisch!

tierra unida e.V.

tu navidad

 

Unterstützt Kuba – beendet die Blockade!

Mit einem gemeinsamen Aufruf vom Lateinamerika-Arbeitskreis tierra unida und der Regionalgruppe von Cuba Sí in Potsdam wollen wir dazu aufrufen, die Petition „Deutschland mit Europa – Für ein Ende der Blockade gegen Kuba“ zu unterschreiben und die Öffentlichkeit über die verheerende Politik der USA und Europa zu informieren. Zeigen wir uns mit Kuba solidarisch, informiert euch und werdet aktiv! Unterstützt die europaweiten Kampagnen wie „Unblock Cuba“ und die Petition „Deutschland mit Europa – Für ein Ende der Blockade gegen Kuba“. Sprecht mit Bekannten, mit Verwandten, mit Freund*innen, sprecht mit ihnen zu Hause, in der Schule oder auf Arbeit über die Blockade und die Unterstützungsmöglichkeiten.

Lateinamerika-Arbeitskreis tierra unida und Cuba Sí Regionalgruppe Potsdam

Petition auf change.org

Aufruf Unterstützt Kuba

Unterstützt Cuba

 

 

 

Damals: Als Tierra Unida noch Nicaragua unterstützte

Die Zeit verrennt – und so auch die Jahre von Tierra Unida, dem Lateinamerika-Arbeitskreis aus Potsdam. In vielen Gesprächen und Diskussionen wird immer wieder klar, wie alt unser Verein eigentlich ist und wie präsent er auch schon vor über 30 Jahren war. Gerade im Zuge der Debatte um „30 Jahre politische Wende“ wurde klar, wir waren damals in der Opposition und Teil einer großen Bürgerrechtsbewegung, die Veränderungen wollte.

Aber auch damals schon gab es Solidaritätsprojekte mit anderen Ländern im Süden, wie Nicaragua, dass seit jeher in der staatssozialistischen, aber auch nichtstaatlichen Solidaritätsbewegung, eine große Rolle spielte. Immerhin erkämpfte die dortige Bevölkerung gegen eine Diktatur ihre Freiheit und versuchte mit einem vom Ostblock geförderten sozialistischen Modell einen alternativen Sozial- und Wirtschaftsweg in Lateinamerika.

Fundstücke aus der Zeit, die das Engagement, die Arbeit und die Debatten im Lateinamerika-Arbeitskreis prägten, gibt es leider nur wenige. Umso wichtiger erscheint es uns, die verbliebenen Fundstücke und Schnipsel der Arbeit von Damals zu präsentieren. Im Archiv der Tageszeitung Neues Deutschland (ND) vom 08.10.1992, auch online einsehbar, gibt es unter anderem folgenden Artikel bzw. Vorstellung des Vereins Tierra Unida. Achtung: Die Adresse und die Kontoverbindung stimmen schon lange nicht mehr…

 

VORGESTELLT

tierra unida

Der Potsdamer Lateinamerika-Arbeitskreis „tierra unida“ durchlief eine für unabhängige DDR-Organisationen typische Entwicklung. Es begann 1983 unter dem Dach der Erlöserkirche mit dem Packen von Paketen für Tansania. Mitte der 80er Jahre knüpften die Enthusiasten Kontakt zu anderen Organisationen über das Netzwerk INKOTA. Nach der Wende lösten sie sich von der Kirche und wurden zum eingetragenen Verein.

Sie stellten Nikaragua wegen des alternativen Sozialismusmodells in den Mittelpunkt ihres Interesses und organisierten Informationsveranstaltungen und konkrete Hilfsaktionen wie Brillen oder Schuhsammlungen für Nikaragua. Doch wirken wollen sie nicht zuletzt im eigenen Land. „Bewußtseinsbildung“ ist ihr Schlagwort. Informationen über die Unterdrückung in der „Dritten Welt“ sollen dazu beitragen, daß wir im Norden umdenken und bewußter handeln und auch einkaufen. In einer Kaffeekampagne z.B. riefen sie dazu auf, nur Kaffee zu einem gerechten Preis, also dem aus den „Dritte-“ oder „Eine-Welt- Läden“ zu kaufen.

In Nikaragua unterstützt tierra unida zusammen mit FUNCOD (Fundacion Nicaraguense Para la Conservacion y Desarollo) ein Projekt, das die Bauern zu einem umweltbewußteren Umgang mit ihrer einzigen Wasserquelle, dem Rio Grande, veranlassen soll. Zum Thema 500 Jahre Conquista werden in Potsdam Filmvorführungen und Ausstellungen veranstaltet.

Kontakt: tierra unida, Berliner Str. 49 (Haus der Jugend), O-1560 Potsdam

Spenden: Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam, Konto-Nr.: 331 023 563, BLZ: 160 521 02

TU ND Damals

Die postkoloniale Audio-Guide App für Potsdam

Als Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida e.V. wollen wir gerne auf dieses interessante Projekt der Arbeitsgruppe Postcolonial Potsdam hinweisen, die sich mit Spuren der deutschen und preußischen Kolonialgeschichte und dem postkolonialen Schweigen im heutigen Potsdam beschäftigt.

Nun gibt es zur Erkundung der Kolonialgeschichte eine Audio-App, mit der ein Spaziergang durch den Park Sanssouci und die Potsdamer Innenstadt gemacht werden kann. An verschiedenen Stationen der deutschen Kolonialgeschichte gibt es informative Audiobeiträge auf Deutsch und Englisch. Die App steht frei zur Verfügung auf https://map.postcolonialpotsdam.org

tu audio giude

 

Internationaler Hiroshima-Gedenktag

Anlässlich des Hiroshima-Gedenktags am 6. August 2020 wollen wir als Tierra Unida daran erinnern, welch wichtige Rolle Potsdam in der Geschichte als Ort der Entscheidung zum Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki gespielt hat und zum anderen darauf verweisen, wie wichtig es auch heute noch ist, sich für eine friedliche und nuklearwaffenfreie Welt einzusetzen. Die Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki jähren sich in diesem Jahr zum 75. Mal.

Am 6. August 1945 um 8:15 Uhr Ortszeit löste der US-Bomber Enola Gay die Bombe in 9.450 Metern Höhe aus. Eine Minute später detonierte sie über dem Stadtzentrum, wobei es aufgrund von Druckwelle und Hitze zu schwerwiegenden Zerstörungen und Zehntausenden Toten kam. Die Stadt Nagasaki wurde am 9. August 1945 bombardiert. Angeordnet wurden die beiden bisher einzigen kriegsbedingten Abwürfe von Atombomben in Potsdam am 25. Juli. Seit 1947 wird in Hiroshima und seit vielen Jahren auch weltweit an den Abwurf der Atombomben gedacht.

frieden