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„Kinder des Friedens“ jetzt auf Deutschlands größter Spendenplattform

Um die Unterstützung und das Spenden für das Friedensprojekt „Kinder des Friedens“ in Kolumbien noch einfacher zu gestalten, hat der Lateinamerika-Arbeitskreis tierra unida e.V. nun eine Spendenseite erstellt. Die Spendenplattform „betterplace.org“ bietet Vereinfachung, Transparenz und Sicherheit für die potentiellen Spender*innen.

Das Projekt „Kinder des Friedens“ unterstützt die Kinder ehemaliger FARC-Kämpfer*innen, die nach Abgabe ihrer Waffen nun Familien gegründet haben und seit der Vereinbarung des Friedensvertrags in Wiedereingliederungszonen leben. Für die Ausstattung eines Kindergartens werden 2500 Euro benötigt.

Kinder des Friedens – Spendenseite auf betterplace.org

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Tierra Unida beginnt Friedensprojekt in Kolumbien

Ziel des Projektes „Kinder des Friedens“:

Unterstützung beim Aufbau eines Kindergartens für die Förderung der Bildung und Erziehung mit Kindern, die sich in der Wiedereingliederungszone Antonio Nariño befinden.

  • Kauf von Materialien: Ziel ist der Kauf der notwendigen Materialien, um zuerst den Kindergarten ordentlich auszustatten und anschließend Spielzeug, um mit den Jungen und Mädchen in der Wiedereingliederungszone Aktivitäten durchführen zu können.

  • Aktivitäten: Freizeit- und Bildungsaktivitäten, die bei Kindern eine adäquate Entwicklung fördern.

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Ausführliche Projektbeschreibung:

In Kolumbien gab es einen über 50 Jahre andauernden bewaffneten Konflikt zwischen der Guerilla FARC-EP (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) und der kolumbianischen Regierung. Seinen Ursprung hat der Konflikt in der Unterdrückung von politischer Opposition und einer ungleichen Landverteilung mit einhergehender Verarmung des Landes. Im Jahr 1964 gründete sich aus einer bäuerlichen Selbstverteidigung heraus die Guerilla FARC-EP, die ihren Kampf gegen den Staat und rechte Paramilitärs aufnahmen. Im schwer durchschaubaren Konflikt waren in den zurückliegenden Jahrzehnten auch andere bewaffnete Akteure involviert. Nachdem bereits mehrere Friedensprozesse erfolglos endeten, erfolgte nun ein weiter Versuch im Jahr 2012 unter Präsident Santos.

Mehrere Punkt standen zur Debatte, darunter eine integrale landwirtschaftliche Entwicklungspolitik, Politische Partizipation, Entschädigung der Opfer oder die Lösung des Problems der illegalen Drogen. Im Juni 2016 vereinbarte die kolumbianische Regierung mit der Guerilla einen endgültigen Waffenstillstand, am 26. September 2016 wurde in einem feierlichen Akt der Frieden beschlossen und Ende November 2016 ein verändertes Friedensabkommen durch den kolumbianischen Senat und das Repräsentantenhaus gebilligt. Ein vorheriger Entwurf wurde in einem Plebiszit nur knapp abgelehnt. Alle Guerillakämpferinnen und Kämpfer sowie zur Guerilla gehörende Strukturen versammelten sich schließlich in 26 sogenannten Übergangs- und Normalisierungszonen, wo sie ihre Waffen niederlegten und bis heute auf das zivile Leben vorbereitet werden. Neben den 6800 ehemalige Guerillakämpferinnen und -kämpfern sind dies auch Milizionäre und politische Gefangene. Die Vereinten Nationen beobachten in einer Mission die Umsetzung des Friedensabkommens.

Die sogenannte Übergangs- und Normalisierungszone (ZVTN) Antonio Nariño liegt in der Gemeinde Icononzo in der Provinz Tolima im zentralen Kolumbien. Sie ist diejenige, die am nächsten zur Hauptstadt Bogotá liegt. In dieser sogenannten ZVTN sammelten sich vor allem Kämpferinnen und Kämpfer aus dem ehemaligen militärischen Ostblock der FARC-EP. Ihre Waffen legten sie hier nieder und aktuell sind sie immer noch mit dem Prozess der Wiedereingliederung beschäftigt. Mit der Waffenabgabe änderte sich auch der juristisch befristeten Zonen in nun sogenannte Wiedereingliederungszonen (ETCR).

Es wurde ein Zensus und die Legalisierung als juristische Personen durchgeführt, denn bisher waren sie in der Illegalität gewesen. Nun sollen in den Zonen, wo ein Großteil der ehemaligen Guerillakämpferinnen und -kämpfern dauerhaft bleiben will, Ausbildungsmöglichkeiten und Schulungen stattfinden. In einigen Zonen gibt es schon kleine wirtschaftliche Projekte, wie kleine Läden oder Restaurants. Zudem sind sie mit dem Aufbau ihrer politischen legalen Arbeit beschäftigt. Die FARC wurde als Partei am 1. September dieses Jahres gegründet und will künftig an den Wahlen teilnehmen. Aktuell läuft dafür der juristische Prozess.

Trotz der weitreichenden Vereinbarungen hält die Regierung ihre Verpflichtungen zur Umsetzung des Friedensabkommens nur ungenügend ein. Mittlerweile leben tausende Personen in den Wiedereingliederungszonen, doch die Bedingungen sind teilweise immer noch prekär. Die Folge ist, dass immer mehr Personen diese Zonen aus Perspektivlosigkeit verlassen und sich individuell auf die Suche nach Möglichkeiten begeben oder sich weiterhin existierenden bewaffneten Gruppen anschließen. Fehlende Bebauung und Unterkünfte, schlechte Nahrungsmittelversorgung, ungenügende medizinische Versorgung und fehlende Beschäftigung bzw. Programme zur Wiedereingliederung sind die Probleme.

In der ETCR Antonio Nariño waren laut dem unabhängigen Überwachungsmechanismus (UN, Regierung und FARC-EP) bis Anfang Mai nur 30% der Infrastruktur fertiggestellt. Auch im Sommer befanden sich viele Unterkünfte und die soziale Infrastruktur noch im Aufbau oder waren erst gar nicht vorhanden. Die Eigentumsverhältnisse des Landes der Zonen sind teilweise ungeklärt, meistens pachtet die Regierung das Land von Privatpersonen. Auch wenn es von der Regierung Zusagen wie monatlichen Zahlungen (noch unter dem gesetzlichen Mindestlohn) für die ehemaligen Guerillakämpferinnen und -kämpfer oder Unterstützung beim Aufbau der neuen Dörfer gab, arbeiten die Personen der FARC häufig in Eigeninitiative. Hinzu kommt, dass die Baumaterialien nur von geringer Qualität sind. Unterstützung gibt es jedoch neben der stattlichen Seite von der lokalen Bevölkerung oder auch Initiativen der sozialen Bewegungen sowie der staatlichen Universitäten.

Während des Friedensprozesses (vier ganze Jahre) haben viele Kämpferinnen der FARC-EP Kinder bekommen. Klar, dies war ein lang ersehnter Wunsch vieler, doch in Kriegszeiten war dies nur schwer bis gar nicht möglich Kinder zu bekommen und groß zu ziehen. Nun wollen wir als Tierra Unida die „Kinder des Friedens“ unterstützen und von Potsdam aus einen Beitrag zur Wiedereingliederung der Kämpferinnen und Kämpfer leisten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Wiedereingliederungszonen mit ihren neu entstehenden Dörfern längerfristig bestehen und ehemalige Guerilleros und ihre Familien dort dauerhaft leben werden. Viele soziale und sozioökonomische Projekte hat die FARC darin vor. So sollen kleine Agrarkooperativen, Werkstätten oder auch kleine touristische Projekte entstehen. Aufgrund der prekären Lebensbedingungen und der nur langsamen Entwicklung der sozialen Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen oder Kulturhäuser, wollen wir diesen Prozess antreiben und unterstützen. Mittlerweile wird zwar ein kleiner Kindergarten in der Wiedereingliederungszone in Icononzo von der FARC selbst gebaut, doch es fehlt dort an einer kindgerechten Ausstattung sowie an Spiel- und Bildungsmaterialien. Dabei sind es die Kinder, die in einem Postkonflikt die Unterstützung und eine adäquate Zukunft benötigen.

Das Projekt „Kinder des Friedens“ wird sich also primär um die Kinder kümmern, die in den Wiedereingliederungszonen leben und damit einen Beitrag zur Friedensarbeit leisten. Die Kinder sind die Botschafter der nächsten Generationen und nur mit Kindern, die eine adäquate Erziehung, Bildung und gute Lebensbedingungen vorfinden, kann ein gerechteres und friedvolles Land entstehen. Zum anderen wollen wir mit der internationalen Unterstützung zeigen, dass der Frieden, auch wenn er derzeit nur schleppend umgesetzt wird, weiterhin die einzige Alternative im Land und auf der Welt ist.

Auch dazu leisten wir unsere Unterstützung und wollen den Kindergarten bzw. andere notwendige soziale Infrastruktur angemessen ausstatten und zeigen, dass die Kämpferinnen und Kämpfer der FARC sowie die Regierung nicht alleine in ihren Bemühungen sind. Mit unseren gesammelten Spenden sollen vor Ort Kinderbetten, Kindertische, Stühle, Spielzeug, Bücher und andere Materialien gekauft werden. Mit dem Projekt beginnen wir in Icononzo, wollen dann aber im kommenden Jahr auch andere Zonen unterstützen, wo unser Partner die lokale NGO Plataforma Sur arbeitet. Immer sollen jedoch die „Kinder des Friedens“ der jeweiligen Zone, wie in Icononzo, La Montañita oder Miravalle mit ihren Bedürfnissen im Vordergrund stehen.

Unterstützt das Projekt mit Spenden

Ausführliche Projektinformationen mit PDF-Dokument

Krankenschwestern auf Tour (Gesundheitsprojekt in Ekuador)

Unser Arzt und Mitglied von Tierra Unida, Dr. Galo Alvear Vitery, schickte uns diese Bilder einer Gesundheitsbrigade zur Prävention von Parasiten und zur Blutdruckkontrolle in einem Zentrum für ältere Menschen in Balzar. Von den Untersuchungen und der präventiven Behandlung haben 96 Erwachsene profitiert. Die Gesundheitsbrigade bestand aus Dr. Galo und den Teilnehmenden aus dem Kurs für zukünftige Krankenschwestern, die ebenso Teil von Tierra Unida sind.

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Mitgliederversammlung von Tierra Unida

Liebe Mitstreiter*innen von tierra unida e.V.,

gerne möchten wir euch am 5. Oktober 2017 um 19 Uhr zu unserer diesjährigen Mitgliederversammlung in den Buchladen Sputnik (Charlottenstraße 28, Potsdam) einladen.

Inhaltlich wird es um das geplante neue Projekt „Kinder des Friedens“ in Kolumbien gehen und um die neuen Entwicklungen im Gesundheitsprojekt von Galo in Salitre, Ecuador. Falls ihr weitere Themen besprechen wollt, gebt uns einfach Bescheid.

Für Essen und Trinken sorgen wir, freuen uns natürlich aber auch über Mitgebrachtes.

Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei seid! Bitte gebt uns bis zum 28. September Bescheid, ob ihr kommen könnt.

Solidarische Grüße,

tierra unida e.V.

Neues vom Kurs der Krankenschwestern aus Salitre

In unserem Gesundheitsprojekt in Salitre/Ekuador gibt es nicht nur Gesundheitsprävention an Schulen mit Kindern und Eltern oder auch die Zusammenarbeit mit anderen lokalen Partnern, wie zum Beispiel einer Entzugsklinik für Drogenabhängige, sondern auch einen Kurs zur Ausbildung für zukünftige Krankenschwestern. Dieser Kurs wird von unserem Arzt Dr. Galo Alvear betreut. Anbei zeigen wir ein kurzes Video und einige Fotos! Finanziert wird das Gesundheitsprojekt übrigens mit euren Spenden…

Kurs im Juli bei Dr. Galo
Kurs im Juli bei Dr. Galo
Kurs der Krankenschwestern im August
Kurs der Krankenschwestern im August

Tierra Unida zu Gast in Ekuador

Der Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida aus Potsdam hat seit vielen Jahren ein Gesundheitsprojekt in der Region Salitre in Ekuador. Nun besuchte Tierra-Mitglied Christian Raschke erneut den Arzt Dr. Galo Alvear Vitery. In den Gesprächen ging es vor allem um die soziale und politische Situation vor Ort. Noch immer finden in regelmäßigen Abständen Aufklärungsveranstaltungen und antiparasitäre Behandlungen in den verschiedenen Schulen der Region statt. Im Fokus stehen vor allem Hygiene im Elternhaus und in der Schule sowie das Verhindern von Erkrankungen. Aktuell wird auch ein Kurs zur Grundausbildung von Krankenschwestern durchgeführt.

Bei dem Kurzaufenthalt von Christian Raschke in Saltire besuchte er zusammen mit Dr. Galo Alvear Vitery ein Zentrum gegen Kinderarbeit. Auch hier wurde mit den Kindern und Müttern Gesundheitsprävention durchgeführt und antiparasitäre Tabletten unter Aufsicht des Arztes Dr. Galo Alvear Vitery an die Anwesenden ausgegeben. Zum Ort des Zentrums gegen Kinderarbeit: Kinderarbeit ist in Ekuador immer noch ein Problem. Vor allem in der Landwirtschaft und in informellen Verkauf, zum Beispiel auf der Straße, werden Kinder hauptsächlich von ihren Eltern zur Arbeit gedrängt.

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Veranstaltung zum Friedensprozess in Kolumbien

Der Potsdamer Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida hat am 4. Mai 2017 im Buchladen Sputnik in Potsdam eine Veranstaltung zum Friedensprozess zwischen der FARC-EP und der Regierung in Kolumbien durchgeführt. Im vollen Buchladen bekamen die Gäste einen chronologischen Überblick über den aktuellen Stand des Friedensabkommens und schauten zudem eine Kurzdokumentation, in welcher verschiedene Protagonisten der Guerillaorganisation zum Thema Frieden zu Wort kommen. Im Jahr 2012 begannen die Friedensgespräche zwischen der FARC-EP und der kolumbianische Regierung, die schließlich im vergangenen Jahr erfolgreich endeten. Aktuell findet die Umsetzung der Vereinbarungen statt, die jedoch an vielen Punkten nur schleppend voran kommt. Viele der Übergangszonen, wo die Guerillaorganisation auf das zivile Leben vorbereitet und sie entwaffnet wird, sind nur ungenügend ausgestattet. Zudem fehlt eine Anwendung des Amnestiegesetzes und gibt es keine adäquate Sicherheitspolitik, um soziale Bewegungen und Guerillaorganisation vor Angriffen paramilitärischer Gruppen zu schützen.

Darüber berichtete Christian Raschke, der Kolumbien durch verschiedene Arbeits- und Studienaufenthalte kennt und Mitglied bei Tierra Unida ist. In dem Land gibt es seit über 50 Jahren einen bewaffneten Konflikt zwischen verschiedenen Akteuren. Eine kritische Berichterstattung und das Herstellen einer Öffentlichkeit zum Thema Frieden sowie die politische Situation vor Ort, die gerade für soziale Bewegungen und Menschenrechtsverteidiger gefährlich ist, sind seit Jahren ein Bestandteil der Arbeit von Tierra Unida.

Veranstaltung: Kolumbien auf dem Weg zum Frieden?

Im Jahr 2012 begannen die Friedensgespräche zwischen der Regierung Kolumbiens mit der größten aktiven und linken Guerillabewegung des lateinamerikanischen Kontinents, der FARC-EP. Diese wurden am 26. September 2016 offiziell beendet. Am 2. Oktober 2016 stimmte jedoch in einer Volksabstimmung eine knappe Mehrheit gegen den Friedensvertrag. Dieser wurde schließlich neu verhandelt und befindet sich nun in der Umsetzung.

Wie steht es um den Friedensprozess mit der FARC-EP? Wie sieht es mit den aktuellen Umsetzungen der Vereinbarungen aus? Werden die Waffen niedergelegt und was geschieht danach mit der Guerilla? Ist Frieden in einem Land denkbar, in der die Ungerechtigkeit enorm ist und die Morde an Personen der politischen und sozialen Bewegungen weiter steigen?

In der Veranstaltung wird die Kurzdokumentation „Hablan las FARC-EP“ (Die FARC-EP sprechen) mit deutschen Untertiteln gezeigt. Ein Protagonist des Filmkollektivs der Dokumentation, Roman Zeughaus, wird anwesend sein. Christian Raschke, Mitglied vom Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida und mit mehreren Arbeits- und Studienaufenthalten in Kolumbien, berichtet über den Stand der Umsetzungen des Friedensabkommens und die politische Zukunft der Guerilla.

Wann: Donnerstag, 04. Mai 2017 um 19 Uhr
Wo: Buchladen Sputnik, Charlottenstraße 28, 14467 Potsdam
Veranstaltet vom Lateinamerika-Arbeitskreis tierra unida e.V.
Der Eintritt ist frei

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Kurzbericht von der XXII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz

Die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin ist dafür bekannt, in Kontakt mit Gruppen und Organisationen zu treten, die sich unter anderem solidarisch mit linken und alternativen Prozessen in Lateinamerika zeigen. Zudem werden immer wieder interessante Gäste aus Lateinamerika eingeladen. So auch dieses Mal…

Als referierende Gäste begann Jean Wyllys, Mitglied im brasilianischen Nationalkongress von der Partido Socialismo e Liberdade. Nach Ausführungen zu seiner Biographie erzählte er vom Putsch in Brasilien, der vorrangig von der Elite und von den Medien getragen wurde. Elementar war der Hass auf die Linke und Minderheiten, auch die Frauenfeindlichkeit und Rassismus wurden dadurch geschürt. Die wirtschaftliche und soziale Krise betrifft vor allem die Ärmsten der Gesellschaft, während die Elite davon versucht zu profitieren. Doch auch mit Kritik an der PT, besonders deren teilweise neoliberales Konzept, sparte er nicht.

Über den Friedenprozess in Kolumbien sprachen Guillermo Quintero, Dokumentarfilmer aus Mexico, dann Alberto Pinzón, Exilierter aus Kolumbien der den Friedensprozess von 1999 bis 2002 begleitete sowie der deutsche Journalist und Lateinamerikakenner André Scheer. Zuvor gab es eine Grußbotschaft der Guerilla FARC-EP an die Teilnehmenden der Konferenz. Alle machten deutlich, dass die internationale Solidarität für den Frieden und Kolumbien wichtig seien, gerade aktuell, in der der rechte Paramilitarismus wieder steigt.

Aus Kuba berichtete die junge Journalistin Arlín Alberty Loforte. Sie ist stellvertretende Direktorin der Tageszeitung Granma und Leiterin von Granma Internacional. Sie referierte über den aktuellen Stand der kubanischen Gesellschaft und besonders über die Rolle der jungen Generation. Dazu gab es dann auch gleich kritische Nachfragen, wie eine junge Generation in Zeiten der Öffnung und des steigenden Tourismus zum Sozialismus und der PCC als führende Kraft steht. Dazu noch der Hinweis, dass die Granma Internacional auf Deutsch nun vom Verlag 8. Mai aus Berlin hergestellt wird und die deutsche monatlich erscheinende Ausgabe hier natürlich auch abonniert werden kann.

Gepaart wurde das Programm der Referenten mit Kulturprogramm, so zum Beispiel durch den chilenischen Songwriter Nicolás Miquea, der über Linke und Musik sprach. Neben dem Konferenzsaal präsentierten sich auch die unterschiedlichsten Gruppen und Organisationen im Foyer des Veranstaltungsortes. Mit dabei natürlich auch Cuba Sí, mit denen Tierra Unida bereits eine Veranstaltung organisierte. Die Konferenz ist also ein Ort, Kontakte zu festigen und zu knüpfen, aber sich auch über die neuesten Entwicklungen, nicht nur in Lateinamerika, zu informieren.

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