Archiv der Kategorie: Allgemein

Gesprächsrunde zu den aktuellen Ereignissen in Kolumbien

Am Mittwochabend fand im Buchladen Sputnik eine Gesprächsrunde auf Spanisch zu den aktuellen Ereignissen in Kolumbien mit Prof. Dr. José Jairo González Arias statt. Er arbeitet unter anderem für die Organisationen HUIPAZ und CERSUR im Süden Kolumbiens im Bereich der Friedenskonsolidierung, Menschenrechtsarbeit, Demokratiebildung und führt diverse regionale Studienforschungen durch. Besonders wurden der fragile Friedensprozess und die mangelnde Umsetzung des Friedensabkommens sowie die derzeitige Protestbewegung diskutiert.

Tierra Unida zu Gast bei Radio Potsdam

Am Montagabend, den 18.11., war Tierra Unida zu Gast bei der Vereinssendung „Helden wie Ihr“ im lokalen Radiosender Radio Potsdam. Thematisch ging es neben der Vereinsarbeit vor allem um die Projekte in Ecuador und Kolumbien. Ab Mittwoch ist das Gespräch zwischen dem Radiomoderator Manuel Prothmann sowie den Tierra Unida-Vereinsmitgliedern Berenike Raßmann und Christian Raschke im Podcast von Radio Potsdam zu hören.

radio potsdam

Spannungen in der Provinz Caquetá

In der südkolumbianischen Provinz Caquetá, wo Tierra Unida ein Friedensprojekt zum Aufbau eines Kindergartens unterstützt ist die Sicherheitslage prekär. In den Fokus ist die Region geraten, weil nun bekannt wurde, dass bei einem Bombenangriff der Armee Ende August 2019 auf ein Camp einer abtrünnigen FARC-Gruppe auch bis zu 18 Minderjährige getötet wurden, die von der Guerilla rekrutiert worden sind. Wegen dieses Skandals, der vertuscht werden sollte, musste der Verteidigungsminister sein Amt aufgeben.

Nach Angaben der Stiftung Frieden & Versöhnung (Pares) ist die Sicherheitslage in der Provinz sehr angespannt. So sind seit dem Friedensabkommen mit der FARC 11 soziale Aktivisten in dieser Region ermordet worden, sieben von ihnen bereits in diesem Jahr. Zudem sind wurden im gleichen Zeitraum 10 ehemalige Kämpfer der FARC getötet, die sich im Prozess der Wiedereingliederung befunden haben. Auch gibt es wieder verstärkt Kämpfe zwischen bewaffneten Akteuren und Vertreibungen der lokalen Bevölkerung. Auch Zwangsrekrutierungen von Minderjährigen werden wieder mehr.

Dies verdeutlicht, wie schwierig die Situation in Kolumbien, beziehungsweise in einigen Regionen ist. Umso wichtiger ist es, Projekte zur Wiedereingliederung ehemaliger Kämpferinnen und Kämpfer sowie generell Investitionen in sozioökonomische Projekte zu tätigen. Bewaffnete Akteure haben oftmals nur dort eine Chance, wo keine staatlichen Strukturen ausgeprägt und die Lebensbedingungen prekär sind. Der Aufbau einer sozialen Infrastruktur hingegen, wie zum Beispiel in unserem Fall ein Kindergarten in Agua Bonita (Gemeinde La Montañita), sind Investitionen in die Zukunft einer Region.

caquetá

Spendenprojekt „Kinder des Friedens“ erfolgreich finanziert

Durch eine Großspende des Projektpartners „Für den Süden – Stiftung der Familie Raschke“ konnte das Spendenprojekt „Kinder des Friedens“ in Kolumbien, mit dem Ziel des Aufbaus eines Kindergartens, erfolgreich finanziert werden. Weitere Spenden konnten auch über die Kirchengemeinde Babelsberg gesammelt werden. Demnächst wird die Transaktion der Spendenmittel nach Kolumbien stattfinden. Wir stehen darüber hinaus mit den Partnern in Kolumbien in Kontakt, um weitere potentielle Bedarfe zu erörtern.

Graffiti-Festival in Agua Bonita/Kolumbien

In der ehemaligen Wiedereingliederungszone Héctor Ramírez, dass zum Dorf Agua Bonita in der Gemeinde Montañita gehört, findet bereits zum dritten Mal das Festival des Graffiti und der Wandmalerei statt. In dem Dorf, in dem viele ehemalige FARC-Kämpfer*innen und ihre Familien leben, unterstützen derzeit Tierra Unida und die Stiftung „Für den Süden“ den Aufbau eines Kindergartens. Das Festival lockt jedes Jahr unzählige Künstler*innen an, die dann die Häuser im Dorf bemalen. Dazu gibt es verschiedene andere Aktivitäten, wie Konzerte, Märkte oder Infoveranstaltungen. Dieses Festival ist ein wesentlicher Beitrag zur Versöhnung und des sozialen Lebens in der Provinz Caquetá, die stark vom bewaffneten Konflikt geprägt ist.

Spendenprojekt für den Kindergarten: Spendenseite auf betterplace.org

Regionalgruppe von Cuba Sí in Potsdam gegründet

Vor allem junge Menschen haben in Potsdam am Montag eine Regionalgruppe vom bundesweiten Solidaritätsnetzwerk Cuba Sí gegründet. Zwar gab es im Umfeld des Fußballvereins Babelsberg 03 schon immer Leute in Potsdam, die Projekte wie die Unterstützung des Fußballvereins in Mantua und Info-Stände durchführten, doch bisher gab es keine offizielle Regionalgruppe. Diese wurde nun von eben erwähntem Personenkreis, von Tierra Unida und anderen interessierten Personen gegründet. Zu Gast war der Bundeskoordinator von Cuba Sí aus Berlin. Gerade in den aktuellen Zeiten der Verschärfung der wirtschaftlichen Blockade, der Angriffe auf Kuba durch rechte Regierungen und der schwierigen ökonomischen Bedingungen vor Ort braucht Kuba politische und materielle Solidarität und Unterstützung.

Cuba Si

Pressemitteilung von Tierra Unida zum Friedensprojekt 2019

„Tierra Unida aus Potsdam unterstützt Frieden in Kolumbien“

Der Potsdamer Lateinamerika-Arbeitskreis Tierra Unida e.V. setzt sein Friedensprojekt in Kolumbien fort und unterstützt als einer der wenigen Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland die Friedensarbeit in Kolumbien und im Besonderen die Kinder ehemaliger Kämpfer*innen der FARC bei ihrem Prozess der zivilen Wiedereingliederung.

Ab heute sammelt Tierra Unida über die online-Plattform www.betterplace.org Geldspenden für den Umbau eines Hauses zu einem Kindergarten. Neben den baulichen Maßnahmen werden die Gelder vor allem für die Ausstattung und Spielzeug verwendet. Tierra Unida will insgesamt mindestens 2800 Euro für den Kindergarten sammeln.

Das Projekt heißt „Kinder des Friedens“ und unterstützt die Kinder ehemaliger FARC-Kämpfer*innen, die nach Abgabe ihrer Waffen Familien gegründet haben und seit Vereinbarung des Friedensvertrags zwischen kolumbianischer Regierung und der FARC-Guerilla in sogenannten Wiedereingliederungszonen im ganzen Land leben.

Gerade in der aktuellen Situation, in welcher der Frieden aufgrund der langsamen und schwierigen Umsetzung des Friedensabkommens durch die Regierung und der Wiederbewaffnung von Teilen der ehemaligen FARC-Guerilla in Kolumbien an einem kritischen Punkt angekommen ist, müssen Hoffnung und Zukunft vor allem für Familien und Kinder gesät werden.

Trotz der Unterzeichnung des Friedensvertrags vor drei Jahren zwischen der FARC und der Regierung, nehmen die politische Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen im Land zu. Es liegt auch an der internationalen Gemeinschaft und Vereinen wie Tierra Unida, den Frieden und lokale Initiativen zu unterstützen.

Der Kindergarten wird der derzeit in der Wiedereingliederungszone Héctor Ramírez in Agua Bonita im südlichen Kolumbien in der Provinz Caquetá gebaut. Diese Wiedereingliederungszone, in der 250 Personen leben und darunter 30 Kinder, hat mittlerweile den Status eines gewöhnlichen Dorfes bekommen, somit ist die Zukunft im Gegensatz zu anderen Wiedereingliederungszonen also gesichert.

Online-Informationen zum Friedensprojekt „Kinder des Friedens“

Webseite von Tierra Unida:

https://www.tierra-unida.de/friedensprojekt-kolumbien/

Spendenseite Betterplace:

https://www.betterplace.org/de/projects/72510?utm_campaign=ShortURLs&utm_medium=project_72510&utm_source=PlainShortURL

Gesundheitsprojekt: Schulung von Ersthelfern

Unser Arzt und Mitglied von Tierra Unida, Dr. Galo Alvear Vitery, hat uns erneut Fotos von seiner Arbeit aus Ekuador gesendet. Diesmal geht es um die Schulung von Ersthelfern. Dr. Galo Alvear Vitery führt seit Ende der 1990er Jahre in der Kleinstadt Salitre ein Gesundheitsprojekt durch, dass von uns als Tierra Unida finanziell unterstützt wird. Neben der Ausbildung von zukünftigen Krankenschwestern und der Schulung von Ersthelfern wird im Rahmen des Gesundheitsprojektes vor allem anti-parasitäre Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsaufklärung in Schulen und anderen Einrichtungen angeboten.

Gruppe der Ersthelfer
Gruppe der Ersthelfer